Online-Konferenz zu PV mit Speicher in Deutschland und Frankreich
04. November 2026
Online - 9.00 bis 12.30 Uhr
Sinkende Marktwerte für PV stellen Anlagenbetreiber vor Herausforderungen und können gleichzeitig für den Staat höhere Ausgaben im Rahmen der Marktprämie bedeuten. Die Kopplung von Erzeugung und Speicherung eröffnet neue Möglichkeiten der Vermarktung für Betreiber, etwa durch zeitversetzte Einspeisung, Teilnahme an Regelenergiemärkten oder die Optimierung von Netzanschlusskapazitäten. Dadurch können Großspeicher die Kosten der Stromerzeugung reduzieren und einen volkswirtschaftlichen Mehrwert erzeugen.
Der wirtschaftliche Erfolg von Co-Location-Projekten hängt jedoch von regulatorischen Rahmenbedingungen, dem Netzzugang und den Regelungen zu Netzentgelten ab. Dabei gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich, die sich auf die Ausgestaltung und Profitabilität solcher Projekte auswirken. Auch die Ausgangslage in beiden Ländern ist unterschiedlich, so steht Deutschland stärker als Frankreich vor der Herausforderung die Kosten für Redispatch und Netzausbau zu senken. Neben den positiven Effekten auf den Strommarkt steht darum zunehmend die Frage nach einem systemdienlichen Ausbau der Speicherkapazität im Vordergrund.
Die Ausbaudynamik von Großbatteriespeichern ist in den letzten Jahren im Kontext von technologischen Fortschritten und sinkenden Kosten bereits deutlich geworden. In Deutschland stieg die installierte Speicherleistung von Großbatteriespeichern in den letzten fünf Jahren von 0,6 GW auf 2,4 GW. In Frankreich stieg diese im gleichen Zeitraum von 0,1 GW auf 0,9 GW (siehe DFBEW-Hintergrundpapier von Februar 2026). Besonders in Deutschland ist das Interesse der Marktteilnehmer mit Netzanschlussanfragen in Höhe von mehreren Hundert Gigawatt kumulierter Leistung hoch (Bundesnetzagentur, BNetzA). Auch in Frankreich nimmt die Marktdynamik zu, allerdings weist die aktuelle Tendenz auf eine geringere Größenordnung des Batterieausbaus als in Deutschland hin. Der nationale Übertragungsnetzbetreiber RTE gibt an, dass bislang eine Kapazität von 12,6 GW zugewiesen wurde, deren Umsetzung jedoch mit Unsicherheiten behaftet ist (Réseau de Transport d’Electricité, RTE).
Vor diesem Hintergrund wird die Konferenz unter anderem auf folgende Fragen eingehen:
- Welche Geschäftsmodelle für Großspeicher von PV-Freiflächenanlagen können sich langfristig durchsetzen?
- Wie wirken sich regulatorische Rahmenbedingungen auf die Wirtschaftlichkeit von Co-Location-Projekten aus?
- Wie kann der positive Effekt von Großbatteriespeichern in Co-Location auf Redispatch- und Netzausbau-Kosten verstärkt werden?

