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16.05.2018 | Erster BRENNPUNKT on Tour am 7. Mai 2018 zum FRANKLIN, Mannheim

Vorstellung des CO2-neutralen Energiequartiers der evohaus GmbH

Bei strahlendem Sonnenschein startete am 7. Mai 2018 der erste BRENNPUNKT on Tour mit dem Ziel FRANKLIN Mannheim.

Heinz Hanen von der evohaus GmbH begrüßte im historischen ZEITSTROM-Haus im FRANKLIN Mannheim 30 Teilnehmer des ersten BRENNPUNKTs on Tour und stellte anhand eines Modells das FRANKLIN-Quartier vor, auf dem die evohaus GmbH 326 Wohnheiten mit hoher Energieeffizienz (u.a. eine PV-Anlage mit 875 kWp und einem 300 kWh Batteriespeicher) errichtet.

In seinem Vortrag stellte Heinz Hanen das Quartierskonzept unter Beachtung planungsrechtlicher Instrumente und soziokultureller Aspekte vor. Am Beispiel einer von evohaus bereits realisierten Wohnanlage in Köln wurde deutlich gemacht, welche Einsparungen mit einem Batteriesystem möglich wären, wenn die fiktive Umsatzsteuer und die EEG-Umlage entfallen würden. Seinen Vortrag können Sie wie alle anderen Vorträge am Ende des Berichts als pdf downloaden.

Jörg Schmidt von der evohaus IRQ GmbH veranschaulichte den Weg der Stromerzeugung bis hin zur Speicherung des nicht benötigten Stroms in Batteriespeichern sowie die Förderung und Bereitstellung thermischer Energie durch Wärmepumpen. Er machte anhand der Wohnanlage in Köln-Widdersdorf deutlich, dass eine Rentabilität der Integration von Quartiersspeichern erst gegeben ist, wenn die möglichen Kostenvorteile bei Batteriespeicherung und dadurch höhere PV-Stromeigennutzung nicht durch die fiktive Umsatzsteuer und EEG-Umlage entfallen. Bei einem anschließenden Rundgang konnten sich die Teilnehmer von der innovativen und durchdachten Quartierslösung der evohaus GmbH überzeugen.


Efficiency First - erst den Verbrauch reduzieren, den Rest erneuerbar decken – dies ist die Prämisse von Claus-Hermann Ottensmeier von der Ottensmeier Ingenieure GmbH. Am Beispiel von zwei bereits realisierten Wohngebiete in Fischerbach im Kinzigtal und Gutach im Breisgau erläutere er die Funktionsweise eines bidirektionalen Kalt-Wärme-Netzes unter Verwendung und Zusammenführung von Basistechnologien wie Solarkollektoren, Wärmepumpen und Eisspeicher.

Auf großes Interesse bei den Teilnehmern ist das Sanierungskonzept „Think Outside The House“ gestoßen. Auf einer Außenwand eines Bestandsobjekts wird hierfür eine Holzrahmen-Konstruktion aufgebracht, innerhalb derer Heizungsrohre, Lüftungskanäle, Elektroinstallationen usw. untergebracht werden können. Die Hohlräume werden anschließend mit einer Einblasdämmung ausgefüllt. Die Vorteile einer Funktionsfassade reichen von einer niedrigeren Raumtemperatur, geringeren Heizwärmeverlusten, Kühlung des Gebäudes im Sommer bis hin zu einem angenehmen Raumklima. Besonders vorteilhaft ist, dass während der Installation das Gebäude weiterhin genutzt werden kann, da die Arbeiten zum größten Teil außerhalb des Wohnraumes stattfinden.

fokus.energie bedankt sich recht herzlich bei den Referenten Herr Hanen, Herr Schmidt und Herrn Ottensmeier sowie bei der evohaus GmbH für die gelungene Veranstaltung.

Vortrag Heinz Hanen>>

Vortrag Herr Schmidt>>

Vortrag Herr Ottensmeier>>

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