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31.07.2026 | Sommerpause für den Stromverbrauch
Die Sommerferien bieten nicht nur Gelegenheit zum Durchatmen – sie sind auch der ideale Zeitpunkt, den Stromverbrauch im Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. Denn während viele Büros, Werkstätten oder Betriebe für Tage oder sogar Wochen nur eingeschränkt genutzt werden, laufen zahlreiche Geräte oft unbemerkt weiter.
Deutschland verbraucht nach wie vor große Mengen Strom. Den größten Anteil daran hat die Industrie, gefolgt von privaten Haushalten sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Gleichzeitig bleibt Energieeffizienz ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz und geringere Betriebskosten. Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch auf einen Höchstwert von 55,1 Prozent.
Ferienbeginn als Energiespar-Chance
Genau hier setzt die Initiative „3 Grad JETZT“ von fokus.energie e.V., der Handwerkskammer Karlsruhe und der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe an. Mit ihrer Sommeraktion „OFF statt nur Stand-by“ erinnert sie Unternehmen und Beschäftigte daran, vor der Ferienzeit gemeinsam einen kurzen Energie-Check durchzuführen. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die in der Summe eine große Wirkung entfalten: Bildschirme, WLAN-Router, Drucker, Maschinen, Kompressoren, Kaffeemaschinen, Mikrowellen oder Ladegeräte müssen während einer mehrtägigen Betriebspause keinen Strom verbrauchen. Auch Wasserspender, Kühlschränke oder Klimageräte sollten überprüft werden: Muss wirklich alles durchgehend laufen oder genügt während der Ferien eine sparsame Grundeinstellung? Wer unnötige Verbraucher konsequent ausschaltet, spart Energie, senkt Kosten und schont gleichzeitig Ressourcen.
Angepasste Klimatisierung am Arbeitsplatz
Auch wer während der Sommerferien im Büro oder Betrieb arbeitet, kann mit einfachen Maßnahmen Energie sparen. Klimaanlagen müssen nicht auf maximale Kühlung eingestellt sein: Schon drei Grad mehr bei der Solltemperatur können den Stromverbrauch deutlich reduzieren und sorgen dennoch für ein angenehmes Arbeitsklima. Eine maßvolle Klimatisierung schont nicht nur Ressourcen, sondern trägt auch dazu bei, große Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenbereich zu vermeiden, ganz im Sinne der Initiative „3 Grad JETZT“.
Kleine Schritte mit großer Wirkung
Die Aktion versteht sich bewusst als Einladung zum Mitmachen. Denn wenn viele Beschäftigte jeweils nur wenige Handgriffe übernehmen, entsteht daraus ein messbarer Beitrag. Ein kurzer Rundgang vor dem Urlaubsbeginn, das Ziehen nicht benötigter Netzstecker oder das vollständige Abschalten statt Stand-by kosten nur wenige Minuten Zeit, können über mehrere Ferienwochen jedoch spürbare Einsparungen bewirken.
Gerade während der Sommerferien zeigt sich: Viele kleine Maßnahmen ergeben in der Summe einen spürbaren Effekt. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde muss weder erzeugt noch bezahlt werden – unabhängig davon, ob sie aus erneuerbaren oder fossilen Energieträgern stammt. Das spart Kosten, entlastet die Stromnetze und schont Ressourcen.
Weitere Tipps und Handlungsempfehlungen gibt es unter www.3GradJETZT.de


